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Hamm (DFBL/saw) — In der Faustball-Bundesliga Nord der Frauen behält die Mannschaft des VfK 1901 Berlin weiter ihre weiße Weste und thront ohne Satzverlust an der Tabellenspitze. Favorit Ahlhorn nimmt so langsam Fahrt auf.
Der Ahlhorner SV konnte am Wochenende vor heimischer Kulisse wieder in die Erfolgsspur einschlagen. Gegen beide Gäste aus Hamm und Selsingen lieferten die Titeljäger eine blitzsaubere Leistung ab und setzten die Gegner konsequent unter Druck, wodurch Hamm nahezu deklassiert wurde. Auch Selsingen konnte Ahlhorn zu keinem Zeitpunkt aus dem Konzept bringen, sodass beide Spiele mit 3:0 an den Gastgeber gingen.
Zu einem Duell auf Augenhöhe entwickelte sich das Spiel bei dem sich mit Selsingen und Hamm zwei Gegner gegenüberstanden, die sich bereits zu Jugendzeiten duellierten. Zwar konnte der TV Westfalia Hamm zwei Mal die Satzführung übernehmen, ließ den MTSV jedoch beides Mal ausgleichen, sodass der fünfte Satz die Entscheidung bringen sollte. Hierbei sah es zunächst nach einem ungefährdeten Sieg für Selsingen aus, ehe Hamm beim Stand von 5:10 noch einmal aufdrehte und eine Aufholjagd startete, aus der sieben Punkte in Folge und damit der Gewinn des Spieles resultierten. Selsingen bleibt damit weiter ohne Punkte im Tabellenkeller, während Hamm sich den dritten Tabellenplatz mit dem Ahlhorner SV teilen darf.
Eine weiße Weste ohne Satzverlust behält der VfK Berlin, der in Moslesfehn gegen den Gastgeber und den Aufsteiger vom USC Bochum zwei glatte Siege erspielte. Zwar konnte man nicht an die hervorragende Leistung vom letzten Wochenende anknüpfen, behielt jedoch am Ende immer die Oberhand und konnte die Sätze auch in der Verlängerung zu eigenen Gunsten entscheiden. Vor allem das Spiel gegen Moslesfehn war von Eigenfehlern auf beiden Seiten gezeichnet, die Berlin letztendlich besser in den Griff zu bekommen wusste. Die hohe Eigenfehlerquote auf Seiten der Moslesfehnerinnen bescherte dem USC Bochum einen Satzgewinn, wobei man zusätzlich durch clever gespielte kurze Bälle Unruhe ins Spiel der Gastgeber bringen konnte. Dennoch blieb für die Westfalen ein Erfolg aus und man musste mit 3:1 Moslesfehn den Vortritt lassen, die sich damit im sicheren Mittelfeld der Tabelle ansiedeln.
Ebenfalls ungeschlagen bleibt der TV Jahn Schneverdingen, obwohl der ESV Schwerin dem Team aus der Lüneburger Heide um ein Haar ein Bein gestellt hätte. Drei von vier Sätzen konnten erst in der Verlängerung entschieden werden, wobei der TV Jahn einmal mehr das glücklichere Händchen bewies und das Spiel mit 3:1 gewinnen konnte. Den ersten Sieg errang Schwerin anschließend gegen den Aufsteiger aus Leverkusen. In drei Sätzen setzte man sich deutlich gegen die Gäste aus dem Rheinland durch, wodurch man den ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt gegangen ist. Trotz einer weiteren 0:3-Niederlage befindet sich der TSV Bayer Leverkusen noch nicht in unmittelbarer Abstiegsgefahr und teilt sich mit dem ESV Schwerin den sechsten Tabellenplatz.
Am nächsten Wochenende darf die Liga vorerst verschnaufen, ehe es in zwei Wochen zum Duell zwischen beiden Tabellenführern und den aktuellen Abstiegskandidaten kommt.