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Hamm (DFBL/saw) — Schneverdingen, Ahlhorn und - etwas überraschend auch - Westfalia Hamm heißen die heißesten Anwärter auf ein DM-Ticket bei den Frauen im Norden. Alle drei Teams gewannen am Wochenende doppelt.
Vor der Winterpause überholt der TV Westfalia Hamm durch zwei Siege gegen die beiden Abstiegskandidaten vom USC Bochum und TSV Bayer Leverkusen den VfK Berlin und landet vorerst aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses gegenüber dem Ahlhorner SV auf dem dritten Platz der Tabelle. Nachdem zuvor lediglich der sichere Klassenerhalt als Ziel festgelegt wurde, rückt die DM-Quali nun überraschend in greifbare Nähe.
Druckvoll startete man gegen den USC Bochum, der sich anfänglich sicher und kämpferisch zeigte, jedoch im Spielverlauf mehr und mehr Eigenfehler produzierte. Am Ende hieß es 3:0 für den Gastgeber vom TV Westfalia Hamm. Ebenso sicher startete das Team um die erfahrene Angreiferin Kerstin Braatz im Abstiegsduell gegen Leverkusen. Zwar ließ man die Gegner am Ende des ersten Satzes noch einmal herankommen, verbuchte die entscheidenden Punkte letztendlich selbst. In den folgenden drei Sätzen zeigte sich Leverkusen als überlegene Mannschaft und kann sich durch einen 3:1 Sieg von den Abstiegsplätzen entfernen. Für einen zweiten Sieg reichte es an dem Tag nicht ganz, auch wenn man den TV Westfalia über die gesamt Partie zittern ließ. Das Quäntchen Glück bescherte Hamm schließlich einen 3:1-Erfolg.
In Ahlhorn revanchierte sich der Gastgeber beim VfK Berlin für die deutliche Niederlage aus der Hinrunde mit einem ebenso deutlichen Ergebnis. Zwar verlief nur der zweite Satz eindeutig, allerdings behielten die Ahlhornerinnen trotz einer ungewohnt hohen Eigenfehlerquote im Angriff den kühleren Kopf und siegten mit 3:0. Dadurch sichert das Team um Erfolgstrainerin Edda Meiners Platz zwei der Tabelle und muss sich erstmal keine Sorgen mehr um die DM-Qualifikation machen. "Es ist schwierig den Erwartungen aufgrund der vorangegangen Hallentitel gerecht zu werden. Auf uns warten noch ein hartes Stück Arbeit, wenn wir in dieser Saison an alte Erfolge anknüpfen wollen", prophezeit Spielführerin Janna Meiners.
Denn auch im Spiel gegen den ESV Schwerin war man weit von der gewohnten Leistung entfernt. Nachdem der erste Satz nur denkbar knapp in der Verlängerung gewonnen werden konnte, musste man im dritten Satz dem Gegner den Vortritt lassen. Letztendlich setzte sich das erfahrene Team durch und verbucht einen 3:1-Sieg. Glücklos agierten die Mecklenburg-Vorpommerinnen gegen das Team aus der Hauptstadt, das im Gegenzug fehlerfrei und sicher aufspielen konnte. Drei Mal in Folge gingen die Sätze an den VfK, der sich nun auf dem vierten Tabellenplatz wiederfindet.
Im niedersächsischen Wardenburg verteidigte der TV Jahn Schneverdingen nach zwei weiteren Siegen seinen Platz an der Sonne. Lediglich im Spiel gegen den gastgebenden SV Moslesfehn musste man einen Satz lassen, als ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem glücklicheren Ergebnis für die Gastgeber endete. Danach ließ das Team aus der Lüneburger Heide dem Gegner keine Chance mehr und gewann die Partie mit 3:1. Auch gegen den MTSV Selsingen hatte man keine Probleme drei Sätze in Folge zu verbuchen, sodass man mit einer glänzenden Bilanz in die Pause geht. Erneut beendet der SV Moslesfehn einen Spieltag mit 2:2 Punkten, nachdem man in der letzten Partie des Tages einen 3:0 Sieg über Selsingen erzielen konnte. Moslesfehn vergrößert dadurch den Abstand zum Tabellenkeller, während der MTSV sich noch nicht in Sicherheit wiegen kann.
Erst Ende Januar wird das Ligageschehen und die Kämpfe um Abstieg und DM-Qualifikation fortgesetzt. Sowohl unten und oben in der Tabelle ist noch alles möglich, lediglich das Mittelfeld kann entspannt dem sechsten Spieltag entgegenblicken.