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Hamm (DFBL/saw) — Ungewohntes Bild an der Spitze der FRauen-Bundesliga Nord: Die Staffelmeisterschaft in der Halle sichert sich mit dem TV Jahn Schneverdingen erstmals seit 2007 eine andere Mannschaft als der Ahlhorner SV. Auch den TV Westfalia Hamm als dritten DM-Qualifikanten dürften vor der Saison nur wenige auf der Rechnung gehabt haben.
Zu Gast beim USC Bochum siegte das Team vom TV Jahn Schneverdingen erneut über die Titeljäger aus Ahlhorn und kann der Endrunde ohne Niederlage und voller Selbstvertrauen entgegenblicken. Zwar übernahm der ASV gleich zu Beginn die Satzführung, konnte diese jedoch im zweiten Satz, der in der Verlängerung entschieden wurde, nicht ausbauen. Auch der Wechsel von Celina Minx für Imke Schröder brachte keine Wende, sodass die Partie mit 3:1 an den TV Jahn ging. „Wenn wir den Titel in Calw verteidigen wollen, müssen wir in den kommenden vier Wochen hart arbeiten. Wir spielen in dieser Saison zu fehlerhaft und müssen erst zu unserer alten Stärke zurückfinden,“ kommentierte Trainerin Edda Meiners die Niederlage.
Beinahe hätte der USC Bochum für eine Sensation gesorgt und dem Tabellenführer auf dem Weg zur Staffelmeisterschaft ein Bein gestellt. Gleich zu Beginn sicherte sich Bochum, die erstmals in dieser Saison mit Alt-Routinier Cornelia Lenhart spielten, den ersten Durchgang, ehe Schneverdingen in den folgenden Sätzen sicherer agierte. Auch Satz vier konnten die Gastgeber für sich entscheiden, sodass der letzte Satz die Entscheidung bringen musste. Mit einem 2:11 beendete der TV Jahn die Zitterpartie und konnte somit die erste Saisonniederlage noch einmal abwenden.
In gewohnter Form präsentierte sich Ahlhorn in der letzten Partie des Tages und wies den USC Bochum mit einem deutlichen 3:0-Sieg in seine Schranken. Somit konnte Bochum, wie auch in der Feldsaison, die Klasse nicht halten und muss das Oberhaus vorerst wieder verlassen.
Beim SV Moslesfehn konnte der ESV Schwerin die letzte Chance, den Klassenerhalt zu sichern, nicht nutzen. Moslesfehn startete sicher und konzentriert in die Partie, während die Gäste eine Reihe von Eigenfehlern produzierten. Zu siegessicher war man sich bereits im dritten Satz und ließ erste Schwächen erkennen. Schnell ging Schwerin mit 6:0 in Führung, ehe sich die Niedersächsinnen noch einmal herankämpften. Der ESV ließ sich das Ruder in dem Satz nicht mehr aus der Hand nehmen, konnte aber im folgenden Durchgang nicht an die Leistung anknüpfen. Schnell beendete Moslesfehn das Spiel nach einem 11:1 im vierten Satz (3:1).
In der folgenden Partie sicherte sich der TV Westfalia Hamm durch einen klaren 3:0-Sieg über den Absteiger aus Schwerin das dritte Ticket zur Deutschen Meisterschaft. Die Nervosität ließ sich das Team von Trainer Jan Pannewig kaum anmerken und behielt über die gesamte Partie die Oberhand. Damit muss Schwerin, die ohne Angreiferin Martina Wauer angereist waren, den Weg zurück in die zweite Liga antreten.
Die letzte Partie nutze Pannewig, um alle Spielerinnen vom TV Westfalia zum Einsatz kommen zu lassen. Allerdings schlichen sich nun viele leichte Fehler ein, während Moslesfehn sicher agierte. Alle drei Sätze gingen an die Gastgeber, die nach dieser Vier-Punkte-Ausbeute die Saison auf dem fünften Tabellenplatz beenden.
Da die Konkurrenz patzte, hatte der TSV Bayer Leverkusen auch ohne Sieg Grund zu feiern. Als Aufsteiger schafft das Team um Angreiferin Alexandra Birkenbach den Klassenerhalt mit zwei Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz. Dennoch entwickelte sich die Partie zwischen den Rheinländerinnen und den Gästen aus Selsingen zu einer spannenden Begegnung, bei der beide Teams vor allem im Angriff viele Eigenfehler verursachten. Am Ende behielt Selsingen den kühleren Kopf und entschied das Spiel mit 3:1 für sich.
Ein glänzend aufgelegtes Team aus Berlin ließ dem MTSV, der ohne Zuspielerin Lea Viebrock antrat, anschließend keine Chance auf einen Satzgewinn. Auch eine kurze Schwächephase zu Beginn des zweiten Satzes, die Selsingen die 4:0-Führung brachte, konnte der VfK in ein 6:2 verwandeln. Mit 3:0 gingen die Punkte an Berlin.
Auch die letzte Begegnung zwischen Leverkusen und Berlin entwickelte sich für das Team aus der Hauptstadt zum Selbstläufer. Ein weiterer 3:0-Sieg beschert Berlin am Ende der Saison den undankbaren vierten Platz der Tabelle.
Während für den Großteil der Liga die Hallenrunde beendet ist, steht den Teams aus Schneverdingen, Ahlhorn und Hamm am 3./4. März der Saisonhöhepunkt, die Deutsche Meisterschaft, in Calw noch bevor.