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Hamm (DFBL/saw) — Erster gegen Zweiter - mehr Spitzenspiel ging nicht am Wochenende in der Faustball-Bundesliga Nord der Frauen. Im Duell zwischen Serienmeister Ahlhorner SV und Tabellenführer TV Jahn Schneverdingen setzte sich diesmal das Team aus der Lüneburger Heide durch.
Im Duell um die alleinige Tabellenführung erzielte der TV Jahn Schneverdingen einen 3:2-Sieg über den Deutschen Meister vom Ahlhorner SV. Zwar gelang dem Team um Trainerin Edda Meiners zwei Mal der Satzausgleich, jedoch unterlag man im entscheidenden Satz, nachdem man zuvor völlig mühelos den vierten Satz mit 11:1 beendete. Letztendlich glänzten die beiden Angreiferinnen vom TV Jahn, während Ahlhorn ungewohnte Schwächen im Aufbau zeigte, sodass man zu viele Anläufe benötigte, um die Bälle im gegnerischen Feld zu platzieren. Der ASV befindet sich somit in der ungewohnten Position mit zwei Niederlagen die Hinrunde abzuschließen. Einzig der TV Jahn thront ohne Niederlage an der Spitze.
Ohne Erfolgserlebnis kehrt der USC Bochum zurück ins Ruhrgebiet. Als klarer Außenseiter musste man gegen die dominierenden Teams hohes Lehrgeld zahlen. Mit jeweils 0:3 konnte man seine Tabellenposition nicht verbessern und verweilt weiterhin im Keller.
Nach einem enttäuschenden letzten Spieltag konnte der VfK Berlin wieder einen Schritt in Richtung Bestform gehen. Gegen den MTSV Selsingen startete man zwar verunsichert, jedoch profitierte man von einer unkonzentrierten Leistung der Niedersachsen. Lediglich im dritten Satz überzeugte Angreiferin Naomi Hastedt in der Angabe, sodass man den Rückstand auf 1:2 verkürzen konnte. Am Ende ließ die Mannschaft um Capitain Kathrin Gahrmann die nötige Konstanz vermissen und verhalf Berlin zum 3:1-Erfolg.
Mit dem gleichen Ergebnis endete die Begegnung zwischen beiden Gästen aus Selsingen und Leverkusen. Selsingen steigerte sich von Satz zu Satz und stellte sich auf die Schläge von Spielmacherin Alexandra Birkenbach auf Seiten der Leverkusenerinnen ein. Für den MTSV bedeutet der Sieg, dass man sich von der Abstiegszone entfernen konnte. Leverkusen landet aufgrund des besseren Satzverhältnisses vor Bochum auf dem achten Tabellenplatz.
Auch gegen den Gastgeber musste man eine Niederlage hinnehmen, bei der man erneut einen Satz für sich entscheiden konnte. Der VfK landet nach Abschluss der Hinrunde auf dem dritten Tabellenplatz und befindet sich damit in einer günstigen Ausgangslage, um erstmalig ein DM-Ticket zu lösen.
Keinen guten Tag erwischte der ESV Schwerin, der den TV Westfalia Hamm und SV Moslesfehn empfing. Gegen das Team von Trainer Jan Pannewig startete man gut, konnte auch einen 7:10-Rückstand ausgleichen, ehe Hamm die entscheidenden Punkte für sich verbuchte. In den anschließenden Sätzen steigerten sich die Westfalinnen, die das Spiel letztlich mit 3:0 für sich entschieden.
Auch die Begegnung zwischen beiden Gästen konnten die Westfalinnen für sich entscheiden. Zu Beginn präsentierte sich Hamm nervös und konnte erst nach einem 2:9-Rückstand allmählich ins Spiel finden. Allerdings konnten auch sechs Punkte in Folge den Satz nicht mehr retten, sodass Moslesfehn die Führung übernahm. In den anschließenden Durchgängen überzeugte Hamm mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und kehrt mit vier Punkten aus Schwerin zurück. Damit ist nicht nur das gesteckte Ziel des Klassenerhalts endgültig gesichert, vielmehr rückt auch die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in greifbare Nähe.
Lange Spielzüge und kämpferische Aktionen prägten den ersten Satz zwischen Schwerin und Moslesfehn, den das Team um Vize-Europameisterin Sabrina Ahrens nach Abwehr von vier Satzbällen für sich entscheiden konnte. Ausgeglichen begann der zweite Satz, ehe die verletzungbedingte Auszeit von Angreiferin Martina Wauer zum Bruch führte. Dies verhalf dem SV Moslesfehn zum Sieg, wodurch man sich im sicheren Tabellenmittelfeld wiederfindet.
Spannend bleibt es hinter dem Tabellenfüher aus Schneverdingen bei der Vergabe um die DM-Tickets, sowie im Abstiegskampf zwischen Bochum, Leverkusen und Schwerin. Bereits am kommenden Wochenende beginnt die Rückrunde, ehe sich die Liga in die Weihnachtspause verabschiedet.