FAUSTINA e.V. unterstützt Leistungs- und Spitzen-Faustball der weiblichen Nationalmannschaften.

Stuttgart (DFBL/aob) — Die 1. Bundesliga Süd der Männer entwickelt sich zur Zweiklassengesellschaft. Oben kämpfen vier Teams um die vorderen drei Plätze, ab Rang fünf beginnt der Abstiegskampf.
Unangefochten zieht der TSV Pfungstadt an der Tabellenspitze seine Kreise. Obwohl Hauptangreifer Patrick Thomas angeschlagen ins Spiel gegen Waibstadt gegangen war, stand am Ende ein 5:2 Sieg gegen den zuletzt so starken Aufsteiger zu Buche. "Heute war nicht unser bester Tag" bekannte Nick Trinemeier nach der Partie, in der sich der Deutsche Feldmeister am Ende doch klar durchsetzte. Gegen Rosenheim und Unterhaugstett beendet man die Vorrunde in den nächsten Wochen und hat dabei alle Möglichkeiten erstmals eine Hinrunde in der Halle ungeschlagen abzuschließen.
Seinen Höhenflug setzt auch der MTV Rosenheim fort, der gegen Offenburg den fünften Saisonsieg einfuhr. Nachdem man in der Vorwoche in Vaihingen/Enz nicht nur das Spiel, sondern auch Abwehrspieler Thomas Schenk verlor (der Abwehrrspieler zog sich einen Riss der Achilessessehne zu), hatte man gegen einen personelle geschwächten Gegner aus Offenburg keine großen Probleme beim 5:1 Erfolg. Seitens der DFBL gehen Thomas Schenk hiermit die besten Genesungswünsche zu. In den letzten beiden Spielen der Hinrunde muss Rosenheim gegen Stammheim und Pfungstadt beweisen, ob man in diesem tatsächlich um die DM-Plätze mitspielen kann, oder ob es erneut nur zu einem Mittelfeldplatz reicht.
Keinen Gedanke an einen Mittelfeldplatz verschwendet der TV Vaihingen/Enz. Mit dem nun vierten Sieg in Folge, ist der TVV auf dem besten Weg in Richtung Tabellenspitze. Absolut ungefährdet fuhr der Deustsche Hallenmeister die Punkte in Unterhaugstett ein und gab dabei keinen Satz ab. Nächste Woche trifft Vaihingen/Enz auf Öschelbronn, bevor man mit dem Kracher gegen Stammheim die Hinrunde abschließt.
Dass es bis zu diesem Derby noch 14 Tage hin sind, wird dem TV Stammheim wohl nicht so unrecht sein. Zwar kehrte man durch einen 5:3 Erfolg in Öschelbronn in die Erfolgsspur zurück, doch die Sorgen von Trainer Jogi Bork werden wohl nicht kleiner. Auch In Öschelbronn zeigte sein Team viel Stückwerk, und konnte nur phasenweise den druckvollen und souverännen Faustball spielen, wie aus den letzten Saisons gewohnt. Hinzu kommt, dass den Nord-Stuttgartern langsam die personellen Alternativen ausgehen. Kapitän Alwin Oberkersch fällt weiterhin aus, und seit der letzten Woche reihte sich auch Angreifer Daniel Nacke in den Krankenstand ein, der 26jährige zog sich eine schwere Ellbogen-Verletzung zu und fällt für die nächsten Monate aus - auch ihm gehen hiermit die besten Genesungswünsche der DFBL zu. Nichts desto trotz muss Stammheim schnell zu alter Stärke zurück finden, denn aus dem Restprogramm der Hinrunde mit Rosenheim und Vaihingen/Enz muss der TVS mindestens zwei Punkte holen um sich in der Spitzengruppe zu halten.
Bereits ab Rang fünf entwickelt sich in dieser Saison ein heißer Abstiegskampf. Etwas überraschend aber völlig verdient, hat dabei derzeit der TV Waibstadt die besten Karten. Zwar verlor man in Pfungstadt, sammelte aber zwei weitere wichtige Sätze und darf in den nächsten beiden Wochen gegen Offenburg und Unetrhaugstett sogar als leichter Favorit ins Spiel gehen, wie Rainer Formmknecht bestätigt: „Diese Leistung macht Mut für die kommenden Aufgaben. Pfungstadt ist derzeit einfach das Maß der Dinge im deutschen Faustball“.
Ebenfalls neues Mut mag der TV Öschelbronn aus der Partie gegen Stammheim ziehen. Über weite Phasen des Spiels hinweg zeigten die Badener eine starke Leistung und hielten die Partie gegen schwächelnde Gäste lange offen. Erst in der Schkussphase, als Stammheim konsequenter spielte riss der Faden beim TVÖ. Bereits in den vorherigen Sätzen hatte man einen durchaus möglichen Erfolg durch die eigene hohe Fehlerquote verspielt. In den verbleibenden Spielen dürfte der Fokus wohl klar auf dem Spiel gegen Offenburg liegen, gegen den TV Vaihingen/Enz scheint ein Sieg ausgeschlossen.
Die zwischenzeitliche Tabelle stellt die Situation für die FFW Offenburg schlechter dar, als sie tatsächlich ist. Bisher hatte man nur gegen die großen Drei der Liga die Punkte gelassen und gegen Unterhaugstett souverän gewonnen, die aktuelle Niederlage gegen Rosenheim hätte man allerdings dennoch gerne verhindert, doch ohne den beruflich verhinderten Hauptangreifer Stefan Konprecht gab es in Oberbayern nichts zu holen. Nun steht man mit 2:8 Punkten auf einem Abstiegsplatz, hat aber gegen Waibstadt und Öschelbronn reelle Chancen noch vier Punkte in der Hinrunde zu verbuchen.
Kein bisschen Licht am Horizont erblickt der TV Unterhaugstett. Keine Punkte und erst fünf gewonnene Sätze aus sechs Spielen stehen in der Tabelle zu Buche, und auch beim TV Vaihingen/Enz konnte man diese Bilanz nicht beschönigen. Zwar verloren in der Halle am alten Postweg bereits viele Mannschaften deutlich, aber die Aufgaben werden für den Aufsteiger nicht unbedingt leichter. Nächste Woche heißt der Gegner Pfungstadt, und zum Abschluss der Hinrunde trifft man auf den vor Selbstbeswusstsein strotzenden Mitaufsteiger Waibstadt. Der TVU muss sich schnell auf seine Stärken besinnen, die das Team im Feld bis zur DM-Teilnahme brachten. Ansonsten wird der Weg aus dem Tabellenkeller immer schwerer.