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Ahlhorns Marie-Therese Warnick überraschte am Wochenende als Abwehrspielerin. (Foto: Schönwandt)
Hamm (DFBL/saw) — Titelverteidiger Ahlhorner SV bleibt in der Frauen-Bundesliga Nord das Maß der Dinge. Im Spitzenspiel gegen den ewigen Kontrahenten SV Moslesfehn siegte das ASV-Team nach fünf hart umkäpften Sätzen. Ebenfalls noch ohne Niederlage ist als ärgster Verfolger der VfK Berlin.
In Moslesfehn kam es beim zweiten Spieltag der Bundesliga Nord zum Aufeindertreffen der beiden Favoriten. Der Gastgeber, sowie der Deutsche Meister vom Ahlhorner SV lieferten sich ein hochklassiges Match, bei dem es zunächst keine der beiden Mannschaft schaffte, sich abzusetzen. Nachdem Satz 1 (9:11) knapp an Ahlhorn ging, drehte Moslesfehn den Spieß im zweiten Satz (12:10) um und knüpfte auch im dritten Satz an den Erfolg an (11:8). Im Anschluss nahm der ASV die Zügel wieder in die Hand und gewann den vierten (5:11) und fünften Satz (7:11), wobei die druckvollen Angaben von Imke Schröder letztendlich den Ausschlag gaben. Ebenso gut meisterte Angreiferin Marie-Therese Warnick ihre Aufgabe, als sie zusammen mit Nationalspielerin Annika Lohse die Abwehrreihe rückte.
Auch gegen den TSV Schülp ließ sich das Team aus dem Oldenburger Land nichts nehmen und fuhr einen sicheren Sieg ein, sodass man sich weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze wiederfinden kann.
Gegen den SV Moslesfehn bewiesen die Schleswig-Holsteinerinnen kein glückliches Händchen. Ohne Abwehrspielerin Nadine Kowalczyk, die krankheitsbedingt ausfiel, konnte man zunächst gut mithalten. Im zweiten Satz, als Schülp bereits 10:8 führte, ließ die Konzentration nach und am Ende blieb nur eine enttäuschende 0:3-Niederlage.
In Hamm konnte der TV Jahn Schneverdingen gleich vier Punkte einfahren. Gegen den Gastgeber TV Westfalia bewies das Angriffsduo Nökel und Marofke den kühleren Kopf und drehte den 3:6-Rückstand noch einmal um. Nur knapp hatte Hamm das Nachsehen (14:15) und musste auch in den folgenden Sätzen den Gästen den Vortritt lassen. Die viele Unsicherheiten auf Seiten der Hammerinnen wussten die Schneverdingerinnen für sich zu nutzen (0:3), auch wann das deutliche Ergebnis den Spielverlauf nicht wiederspiegelt.
Unkonzentrierter präsentierte sich der TV Jahn im zweiten Spiel des Tages gegen den Aufsteiger vom USC Bochum. Viele Eigenfehler sorgten dafür, dass die Sätze relativ knapp ausgingen. Beide Siege waren aus Schneverdinger Sicht wichtig und lassen einen Aufwärtstrend erkennen. Zusammen mit dem SV Moslesfehn befindet man sich nun auf dem dritten Tabellenplatz, wo man sich auch am Ende der Saison wiederfinden möchte.
Völlig ungefährdet und souverän fuhr der TV Westfalia Hamm einen 3:0-Sieg gegen Bochum ein. Obwohl alle Spielerinnen zum Einsatz kamen, geriet man zu keinem Zeitpunkt in die Bedrängnis des Gegners. Besonders für den angestrebten Klassenerhalt waren dies zwei wichtige Punkte, durch die sich das Team von Betreuerin Ina Pannewig vorerst auf dem fünften Tabellenrang platziert.
Der TV Voerde musst gleich zwei bittere Niederlagen hinnehmen. Als man auf die erfahrenen Spielerinnen vom TSV Eldagsen traf, spielte man über die gesamte Länge auf Augenhöhe mit. Nachdem man den 0:1-Satzrückstand zur 2:1-Führung umwandeln konnte, lieferten sich beide Teams einen hart umkämpften letzten Satz, bei dem Voerde letztendlich das nötige Quäntchen Glück fehlte (14:15). Damit konnte Eldagsen die ersten Punkte auf dem Haben-Konto verbuchen. Gegen den VfK Berlin gelang es dem Team jedoch nicht an diesen Erfolg anzuknüpfen. Mit 3:0 Sätzen gingen die Punkte an die Spielerinnen aus der Hauptstadt.
Diese bewiesen vor allem im dritten Durchgang, dass sie sich so schnell nicht vom DM-Kurs abbringen lassen wollen. Der Gastgeber Voerde machte es ihnen dabei allerdings mehr als schwer. Umso ärgerlicher für den TVV, dass auch das dritte Spiel in Folge im fünften Satz verloren gegeben werden musste. Damit steht VfK Berlin vorerst ungeschlagen auf dem hervorragenden zweiten Tabellenplatz, punktgleich mit dem Ahlhorner SV. Wegweisend werden die kommenden Spieltage sein, wenn man auf die direkte Konkurrenz aus Moslesfehn und den TV Jahn Schneverdingen trifft.