FAUSTINA e.V. unterstützt Leistungs- und Spitzen-Faustball der weiblichen Nationalmannschaften.

Vaihingen/Enz (DFBL/rfr) — Mit einer 2:4-Niederlage (11:5, 9:11, 11:9, 1:11, 9:11, 10:12) gegen die Schweiz startete die Deutsche Männer-Nationalmannschaft ins WM-Jahr 2011. Die Partie wurde vor rund 400 Zuschauern im Rahmen des Elite-Turniers in Vaihingen/Enz ausgetragen.
Während die Eidgenossen nahezu in Bestbesetzung antraten, setzte Co-Bundestrainer Chris Löwe (Stuttgart) – in Abwesenheit von Chefcoach Olaf Neuenfeld (Schneverdingen) – auf ausschließlich süddeutsche Akteure und jeweils einen Dreierblock des TV Vaihingen/Enz (Michael Marx, Marco Lochmahr, Kolja Meyer) und TSV Pfungstadt (Sebastian Thomas, Ajith Fernando, Andrew Fernando) sowie Steve Schmutzler (MTV Rosenheim) und Marc Krüger (TV Stammheim).
Deutschland beginnt mit Kolja Meyer und Steve Schmutzler im Angriff. Auf der Mittelposition debütiert Sebastian Thomas in seinem ersten Länderspiel. Die Abwehr bilden Ajith Fernando und Michael Marx. Wärend die Schweiz ohne Fausto Cyrill Schreiber wenig Druck im 1. Satz aufbauen kann, setzt Meyer die taktikschen Vorgaben, über Vorn und Kurz zu punkten, sehr gut um. Deutschland führt letztendlich den ganzen Satz über, agiert dabei vor allem aus einer sehr sicheren Abwehrreihe, die sich kaum Schwächen erlaubt, punktet spektakulär durch zahlreiche Preller in die Zuschauerränge und gewinnt den ersten Satz mühelos 11:5.
Die Schweiz reagiert und Trainer Marcel Cathomas beordert Cyrill Schreiber in die Partie, bei Deutschland kommt Krüger und Meyer wechselt auf rechts. Während die Abwehr- und Zuspielreihen bei starkem Wind gleichwertig agiert, macht der 27-jährige Weltklasseangreifer „Fausto“ den Unterschied aus. Die folgenden fünf Sätze, in denen u. a. Andrew Fernando sein Nationalmannschaftsdebüt feiert, verlaufen, mit Ausnahme des vierten Durchgangs (1:11), ausgeglichen, wobei die Gäste meist das bessere Ende haben und den vierten Matchball nach 85 Minuten Spielzeit zum 4:2-Erfolg nutzen. Deutschland wechselt im gesamten Verlauf auf allen Positionen munter durch und verspielte deshalb möglicherweise einen Erfolg.
Chris Löwe, der die deutsche Auswahl in Vaihingen betreute, war dennoch zufrieden mit der gezeigten Leistung seiner Schützlinge: "Wir haben den Test genutzt, um den Leistungsstand vor allem im Angriff zu testen. Das schlug sich nieder im Verlust des Spielrhythmus und der Sicherheit. Vom Abwehrverhalten war es ein gutes deutsches Spiel. Abstimmungsprobleme und fehlende Durschschlagskraft nach den Wechseln führten letzendlich zur Niederlage."