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Das deutsche Frauen-Team ist bereit

Oggersheim (DFBL/bec) — Knapp eine Woche noch bis zur Europameisterschaft der Frauen und der männlichen U21 in Ludwigshafen-Oggersheim. Wie Bundestrainerin Silke Eber ihre Spielerinnen aufs Turnier vorbereitet, um warum es diesmal nach Platz drei bei der letzten EM und Platz zwei bei der WM ganz nach oben aufs Treppchen gehen soll, verrät sie im DFBL-Interview,

Silke Eber, am kommenden Samstag, 16. Juli, startet Ihr vor den eigenen Fans in die Europameisterschaft. Wie ist der Stand der Vorbereitungen? Kribbelt es schon?

"Wir liegen soweit mit unseren Vorbereitungen im Soll, auch wenn wir schon noch das ein oder andere zu tun haben. Wir haben unseren Kader bereits Anfang Juni für diese EM nominiert und uns die letzten Wochen sehr intensiv mit unseren Gegnern beschäftigt. Natürlich sind wir alle schon voller Vorfreude auf diese EM im eigenen Land. Nach der Vorbereitungszeit kann die EM auch endlich losgehen!"

Nach der WM im Vorjahr mit dem Gewinn der Silbermedaille gab es ja ein paar Umstellungen im Team. Könntest Du diese Umstellungen auch auch die "Neuen" nochmal kurz vorstellen.

"So viele Neulinge sind ja gar nicht dabei. Zum ersten Mal überhaupt im Frauen-Nationalteam spielt in diesem Jahr Linda Scholze vom FSV Hirschfelde. Linda ist eine richtige Allrounderin, kann auf vielen Positionen eingesetzt werden. Marie Therese Warnick und Silja Stenzel waren bei der WM zwar nicht dabei, spielten aber im Jahr 2009 schon für Deutschland. Die anderen fünf Spielerinnen waren bereits im letzten Jahr dabei."

Euer Slogan ist diesmal ganz selbstbewusst "Wir werden Europameister". Zuletzt hat es ja bei EM und WM nicht zum Titel gereicht - wie groß ist der Druck, jetzt vor dem eigenen Publikum bis ganz nach oben aufs Treppchen zu kommen?


"Wir haben uns auch im letzten Jahr vor der WM ein sehr ehrgeiziges Ziel gesetzt und das obwohl uns nach der EM im Jahr 2009, als wir nur Dritter geworden sind, keiner so recht etwas zugetraut hat. Wir waren vor der WM sicherlich nicht Titelfavorit Nummer eins, jetzt als amtierender Vizeweltmeister zählen wir natürlich zu den Titelkandidaten, zumal wir in Santiago alle europäischen Mannschaften schlagen konnten. Der Druck ist im Vorfeld der EM natürlich schon ein bisschen größer, weil als Außenseiter werden wir sicherlich nicht gehandelt werden. Die Mannschaft ist aber gut darauf vorbereitet und wird dem Druck vor heimischen Publikum auch gewachsen sein. Wir haben uns ganz bewusst ein hohes Ziel gesetzt, denn nur wer sich hohe Ziele steckt, kann diese auch erreichen. Wir haben ein starkes Team zusammen, das auch die Fähigkeit hat, den Titel zu holen. Natürlich weiß ich, dass an so einem Wettkampfwochenende auch immer alles zusammenpassen muss. Bei der Ausgeglichenheit der drei Top-Teams in Europa wird die Tagesform ein ganz entscheidender Faktor sein. Wir glauben an unser Team und vertrauen den Spielerinnen voll und ganz. Wir werden uns bei unserem Heimspiel in Oppau vor hoffentlich sehr vielen deutschen Faustballfans sehr gut präsentieren. Für mich persönlich ist immer wichtig, dass wir die optimale Teamleistung abrufen können und dann muss man sehen, was für eine Platzierung im Endklassement rauskommt."

Wie schätzst Du Eure Konkurrenten, vor allem die Mitfavoriten aus Österreich und der Schweiz, ein? Wo haben die ihre Stärken/Schwächen?


"Uns erwarten bei der EM zwei ganz starke Mannschaften. Die Schweiz als amtierender Europameister wird ein gewichtiges Wörtchen um die Vergabe des EM-Titels mitreden, zumal die Hauptangreiferin Irene Schönenberger wieder hundertprozentig fit zu sein scheint. Die Schweiz verfügt über ein sehr kompaktes Team, zu welchen Leistungen die Eidgenossen im Stande sind, haben sie nicht zuletzt bei der EM vor zwei Jahren bewiesen, als sie im Finale Österreich schlagen konnten. Die Österreicherinnen haben auch in diesem Jahr wieder ein starkes Team zusammen, das in jedem Fall um den Titel mitspielen wird. Die junge Mannschaft konnte die Erwartungen bei der WM im letzten Jahr vielleicht nicht ganz erfüllen. In diesem Jahr ist das Team noch reifer, erfahrener und auch konstanter in seinen Leistungen. Herausragend im österreichischen Team ist sicherlich die Angreiferin Magdalena Lindorfer, sie nicht ins Spiel kommen zu lassen, ist sicherlich eine unserer Hauptaufgaben. Nicht von ungefähr kommt es, das auf Vereinsebene Union Arnreit bereits zum dritten Mal hintereinander den Europapokal der Landesmeister gewinnen konnte. Drei bis vier Spielerinnen aus diesem Arnreiter-Team werden auch bei der EM dabei sein."

Wie ist der Zeitplan für die letzten Tage vor der EM - Wann kommt ihr zusammen, was gibt's noch für Trainings-, bzw. Vorbereitungsmaßnahmen?


"Wir reisen am Mittwoch Nachmittag nach Oppau. Wir werden dann vor Ort noch vier Trainingseinheiten absolvieren, um der Mannschaft den letzten Feinschliff zu verleihen. Des Weiteren werden wir uns mit Videoanalysen auf unsere Gegner vorbereiten. Eins Ausflug nach Heidelberg mit dem Team haben wir auch geplant."

Infos zur EM gibt's HIER und auf der Seite des Ausrichters TB Oppau: http://faustball2011.de/