FAUSTINA e.V. unterstützt Leistungs- und Spitzen-Faustball der weiblichen Nationalmannschaften.

Bundestrainer Olaf Neuenfeld und sein Team starten in der Türkei ins WM-Jahr. (Foto: DFBL/Stöldt)
Schneverdingen (DFBL/bec) — Am Donnerstag startet das Männer-Nationalteam seine Vorbereitung auf die WM im August in Österreich mit einem Trainingslager in der Türkei. Vor dem Abflug sprach Bundestrainer Olaf Neuenfeld mit der DFBL über den Ablauf der Vorbereitung, über die Konkurrenzteams und über die Vorfreude auf das Faustball-Event des Jahres.
Herr Neuenfeld, am Donnerstag hebt der Flieger ab zur ersten großen Vorbereitungsmaßname auf die WM im Sommer in Österreich. Was haben Trainer und Mannschaft sich für die Tage in der Türkei vorgenommen?
"Wir wollen einen ersten Eindruck über den Leistungs- und Fitnessstand der Spieler gewinnen. Abstriche müssen wir sicherlich im spielerischen Bereich machen, da die Saison bei den meisten erst gerade begonnen hat. Auf jeden Fall werden wir dort anhand von diversen Leistungstests sehen, wer sich optimal auf diesen Lehrgang vorbereitet hat, denn das war die Vorgabe bei den persönlichen Gesprächen in der Hallensaison."
Geplant ist ein Trip mit 18 Spielern. Sind alle WM-Kandidaten fit und an Bord oder gibt's noch personelle Änderungen?
"Bisher hat sich kein Spieler verletzt gemeldet. Ich hoffe, dass bleibt auch so und wir können mit den geplanten 18 Spielern in die WM-Saison gehen. Veränderungen zum veröffentlichten Kader gibt es nicht."
Wie wird der Kader im Hinblick auf die WM "ausgesiebt", wann werden die ersten aus dem Aufgebot herausfallen?
"Wir werden den dritten Bundesliagaspieltag abwarten und dann einigen Spielern mitteilen, dass sie in diesem Jahr nicht mehr dabei sein werden. Wieviele Spieler das betreffen wird werden wir erst dann im Mai entscheiden."
Eine Frage zu den Finanzen einer solchen Tour. Bekanntlich ist die DFBL finanziell ja nicht auf Rosen gebettet. Wie lässt sich so ein Trainingslager finanzieren?
"Mit den "normalen" Mitteln ist solch ein Projekt nicht zu finanzieren. Unser Hauptsponsor, die Hamburger Steuerberatungskanzlei GHP, hat uns hier erheblich unterstützt. Unser herzlicher Dank geht daher an GHP und insbesondere an den dortigen Geschäftsführer Theo Holst."
DIe wohl größten Rivalen auf den Titel, die Brasilianer und Österreicher haben bereits erste Partien unter wettkampfbedingungen hinter sich. Ist die deutsche Mannschaft von der Vorbereitung her gesehen im Nachteil?
"Ein zweiwöchiger Trip nach Brasilien, wie es die Österreicher gerade hinter sich haben, ist natürlich eine optimale Vorbereitung und kann einen schon etwas neidisch auf unseren Nachbarn werden lassen. Die Saison ist aber noch lang und wir werden versuchen, diesen Rückstand aufzuholen."
Wie ist der weitere Fahrplan nach dem Türkei-Trip?
"Am 30. April findet in Vaihingen/ Enz ein Länderspiel gegen die Schweiz statt. Anfang Juni sind wir beim MTV Wangersen im hohen Norden zu Gast und werden dort auch bereits den 10-köpfigen WM-Kader benennen. Danach sind die weiteren Stationen Frammersbach, Jona (mit Länderspiel gegen die Schweiz), Pfungstadt (mit Länderspiel gegen Brasilien) und Geislingen, von wo aus wir dann am 6. August direkt zu unserem WM-Vorrundenort nach Salzburg fahren."
Bis zur WM ist es ja nicht mehr all zu lange hin. Kribbelt es schon, denn das wird ja ganz bestimmt ein Topevent?
"Wir haben den ganzen Winter über alle Vorbereitungen für die WM getroffen und viel geplant. Ich bin froh, dass es jetzt endlich losgeht und wir alles auf dem Platz umsetzen können. Die WM wird bestimmt ein tolles Event und Erlebnis für alle, nicht nur für die Spieler und die Trainer sondern auch für alle Fans. Wir würden uns freuen, wenn uns viele deutsche Fans bei der WM unterstützen würden und den Weg nach Österreich finden."
Nach der EM 2010 war das deutsche Team so nah an der internationalen Spitze wie lange nicht. Ist der Titel diesmal drin?
"Der haushohe Favorit ist Österreich. Neben dem Heimvorteil vereinen sie vier der weltbesten Angreifer und eine ebenso starke Abwehrreihe in ihrem Team. Sie zu schlagen wird für alle anderen extrem schwierig werden. Daneben zähle ich die Schweiz, Brasilien und Argentinien als Mitanwärter auf den Titel. Wir sind in der Außenseiterrolle, wollen aber trotzdem ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden. Wir haben nur eine Chance, wenn in der WM-Woche alles zusammen passt, aber warum soll das nicht passieren?"