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Hamm (DFBL/saw) — Vor der Europapokalpause stand bei den Nord-Frauen am Wochnenende u. a. das ewige Duell zwischen den Nachbar- und Topteams aus Ahlhorn und Moslesfehn auf dem Spielplan. Tabellenführer ASV gab sich hier wieder einmal keine Blöße.
Ähnliche Anlaufschwierigkeiten wie am vergangen Spieltag hatte der Ahlhorner SV auch beim Spiel gegen den TSV Schülp. Die Führung im ersten Satz wussten die Schülperinnen nicht in einen Sieg zu verwandeln. Erst im dritten Satz konnte man davon profitieren, dass sich auf Seiten der Ahlhornerinnen durch viele Wechsel innerhalb der Mannschaft leichte Fehler einschlichen. Im vierten Satz zeigte sich, dass man mit Celina Minx und Marie-Therese Warnick im Angriff die beste Aufstellung an diesem Tag gefunden hatte.
Nach dem 3:1-Sieg startete man auch in dieser Formation gegen den Vizemeister vom SV Moslesfehn. Dort konnte Moslesfehn nicht an die Leistung der Hinrunde anknüpfen und musst eine deutliche 0:3-Niederlage hinnehmen.
Besser schien es zunächst gegen den TSV Schülp zu laufen. Satz eins und zwei gingen an das Team von Trainer Kannegießer. Als im dritten Satz U-21 Nationalspielerin Kim Reimers in die Abwehr und Nadine Kowalczyk nach vorne rückte, stabilisierte sich das Spiel der Schleswig Holsteinerinnen. Die beiden folgenden Sätze konnte man mit jeweils 11:5 für sich verbuchen, sodass der fünfte Satz die Entscheidung bringen musste. Hier brachte letztendlich die Routine, die die Moslesfehnerinnen an den Tag legten, den Ausschlag. Mit 11:8 endete die Begegnung, wodurch Schülp weiter auf Platz sechs der Tabelle bleibt.
Für den VfK Berlin, der zu Gast beim TSV Eldagsen war, standen zwei Pflichtsiege auf dem Programm. Gegen die beiden abstiegsgefährdeten Teams vom Gastgeber und dem TV Voerde wollte der Tabellenvierte keine Punkte lassen. Bei zunächst noch nassem Boden setzte der TSV den Favoriten von Beginn an unter Druck und konnte den ersten Durchgang für sich entscheiden. In den folgenden Sätzen gelang es dem Team um Mannschaftsführerin Bianca Wenzel immer besser, die gewohnt Leistung abzurufen, was einen 3:1-Sieg zur Folge hatte.
Konzentriert und sicher präsentierte man sich gegen die Rheinländerinnen und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Im Abstiegsduell musste der TV Voerde Punkte gegen die Konkurrenz aus Eldagsen sammeln, um sich noch einmal aus dem Keller retten zu können. Starke Windböen erschwerten den Spielverlauf, bei dem Eldagsen den Heimvorteil am Ende zu nutzen wusste. Mit 3:1 endete das letzte Spiel des Tages, wodurch der TSV vorerst aufatmen kann. Der TV Voerde wird sich nun mit dem Gedanken auseinander setzen müssen, zusammen mit Bochum den Weg zurück in die zweite Bundesliga anzutreten.
Der TV Jahn Schneverdingen empfing die beiden westfälischen Mannschaften aus Hamm und Bochum. Zwar erwischte man gegen Westfalia Hamm nicht den optimalsten Start, jedoch bewies Cindy Nökel ein ums andere Mal, dass sie nicht ohne Grund zu den besten Angreiferinnen Deutschlands zählt. Starke Angaben und clevere Rückschläge brachten den TV Jahn immer wieder in Führung. Hamm lief ab dem zweiten Satz einem ständigen Rückstand hinterher, der zum Ende der Sätze hin nur dadurch verringert wurde, dass der Gastgeber leichte Fehler verursachte. Mit 3:0 ging das Spiel an Schneverdingen.
Zu einer zähen Partie entwickelte sich die Begegnung zwischen Hamm und Bochum. Sicher und überlegen brachte der TVW Satz eins und zwei nach Hause, ehe man sich eines Sieges zu sicher fühlte. Bochum nutze diese Phase und drehte, nicht zuletzt durch den Wechsel der Hauptangreiferin Kerstin Braaz für Stefanie Kandetzki, den Spieß um. Auch im vierten Satz hatte der USC die Chance das Spiel in den fünften Satz zu bringen. Am Ende war jedoch der TV Westfalia Hamm der erleichterte Sieger dieser Partie.
Nahezu chancenlos präsentierte man sich im Folgenden gegen das Team aus der Lüneburger Heide. In drei Sätzen wies Schneverdingen die Aufsteiger in seine Schranken und teilt sich nun mit dem SV Moslesfehn und dem VfK Berlin den zweiten Platz der Tabelle.
Der Kampf um die DM Tickets bleibt weiterhin spannend. Auch der SV Moslesfehn darf sich noch nicht auf der sicheren Seite sehen. Einzig der Ahlhorner SV ist nach wie vor nicht vom Thron der Tabelle zu kicken. Da die Liga nun in die Sommerpause geht, darf man die nächsten Entscheidungen erst in zwei Monaten erwarten. Einzig die Teams vom Ahlhorner SV und SV Moslesfehn müssen ihr Können am kommenden Wochenende beim Europacup in Arnreit/Österreich noch einmal unter Beweis stellen.