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Hamm (DFBL/saw) — Im Kampf um die DM-Tickets hat der TV Jahn Schneverdingen wichtige Punkte gegen das bis dahin punktgleiche Überraschungsteam des VfK Berlin gesammelt. An der Spitze bleibt weiter ohne Niederlage der Ahlhorner SV.
Auf Augenhöhe starteten Schneverdingen und Berlin in die Partie, sodass der erste Satz in der Verlängerung zu Gunsten der Gäste aus der Hauptstadt entschieden wurde (13:11). Durch einen souveränen Sieg im folgenden Satz, glich der TV Jahn aus und behielt auch im knappen dritten Satz den kühleren Kopf. In dieser Phase schlichen sich leichte Fehler beim VfK ein, von denen man sich auch im vierten Satz des Matches nicht mehr erholen konnte. Verdient ging der Sieg (3:1) somit an die Mannschaft aus der Lüneburger Heide.
Der Ahlhorner SV bewies am Wochenende einmal mehr seine Favoritenrolle und überzeugte in beiden Partien gegen Berlin und Schneverdingen ohne Satzverlust. Besonders über die Leistung der beiden Angreiferinnen Celina Minx und Marie-Therese Warnick, die aus privaten Gründen nicht von Imke Schröder ergänzt werden konnten, freute sich Trainerin Edda Meiners im Anschluss beider Partien. Auch Jugendnationalspielerin Sarah Reinicke lieferte eine hervorragende Leistung ab, durch die Ahlhorn weiterhin die alleinige Tabellenführung mit vier Punkten Vorsprung für sich beansprucht.
Beim TSV Schülp hatte sowohl der Gastgeber, wie auch der TV Westfalia Hamm zwei Pflichtsiege gegen den Aufsteiger vom TV Voerde eingeplant. Die Schleswig-Holsteinerinnen starteten überlegen in alle drei Sätze, ließen den Gegner aber aufgrund von Unkonzentriertheiten und leichten Fehler im zweiten und dritten Durchgang wieder herankommen. Dennoch konnte der TV Voerde, der ohne Zuspielerin Tara Mittelmeyer an den Start ging, diese Gelegenheit nicht ausnutzen. Ohne Satzgewinn endete das Spiel zu Gunsten des TSV.
Auch der TV Westfalia Hamm erwischte mit 6:0 einen guten Start und blieb über die gesamte Partie gesehen souverän und überlegen. So wird es für den TV Voerde höchste Zeit, wenn man den Sprung aus der Abstiegszone noch schaffen möchte.
Zwei potenziell ebenbürtige Gegner trafen im letzten Spiel des Tages aufeinander, bei dem es den Gästen aus Westfalen im ersten Satz gelang, einen 6:2-Rückstand noch einmal umzudrehen und Satz eins für sich zu verbuchen. Im Anschluss war es nicht zuletzt eine glänzend aufgelegte Anika Bruhn, die ihren Gegner konsequent unter Druck setzte und aus der Angabe und im Rückschlag nach Belieben punktete. Im vierten Satz drehte der TVW beim Stand von 10:8 noch einmal auf, konnte jedoch zwei Satzbälle nicht in einen Sieg verwandeln (15:13). Damit rückt der TSV Schülp punkt- und satzgleich mit dem TV Westfalia auf den fünften Tabellenplatz. Beide Teams müssen sich über einen möglichen Abstieg vorerst keine ernsthaften Sorgen machen, haben aber auch bei der Vergabe der DM-Tickets kein Wörtchen mitzureden.
Überraschend verlief für Topteam SV Moslesfehn lediglich, dass man gegen Schlusslicht USC Bochum einen Satzverlust hinnehmen musste. Ansonsten erfüllte man die Pflichtaufgabe ohne unter Druck zu geraten. Vier Punkte lassen das Team aus dem Oldenburger Umland auf Platz zwei der Tablle zurückkehren, den man sich mit dem TV Jahn Schneverdingen teilt. Mit einer deutliche Niederlage gegen den TSV Eldagsen beendet der USC Bochum die Vorrunde ohne Sieg und wird dadurch schon frühzeitig als erste Absteiger gehändelt. Spannender gestaltet sich die Frage, wer Bochum zurück in die zweite Bundesliga begleiten muss. Einen Sieg mehr verbucht der TSV Eldgsen, wodurch die Rheinländerinnen aus Voerde weiterhin im Tabellenkeller bleiben.
Auch wenn die Liga nun für drei Wochen pausiert, dürfen einige Spielerinnen noch nicht ans Verschnaufen denken. Am Donnerstag beginnen die Lehrgänge des A- und B-Kaders in Dennach, wo am Sonntag die Nominierung für die diesjährige Europameisterschaft der Frauen in Oppau bekannt gegeben wird.