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Schweinfurt klettert

Stuttgart (DFBL/aob) — Während die DM-Teilnehmer im Süden nun auch rechnerisch festetehen, bleibt es im Abstiegskampf der 1. Bundesliga Süd weiterhin sehr knapp. Hinter den drei DM-Fahrern ist noch jedes der folgenden Teams abstiegsgefährdet.

Auf den Meistertitel im Süden steuert weiterhin unbeirrt der TSV Pfungstadt zu. "Mit einem Donnerwetter" wurden die jungen Hessen nach dem ersten Satz des Wochenendes von Trainer Dieter Thomas bedacht, denn diesen hatte der Gast aus Stammheim für sich entschieden. Scheinbar die richtige Maßnahmne, denn danach gewann man nicht nur die fünf folgenden Sätze gegen Stammheim. Auch im zweiten Spiel gegen Waibstadt sah man sich nur in einem der fünf Sätze kurz im Rückstand, ansonsten blieb man beim 5:0 gegen den Tabellenletzten souverän.

Auf Verfolgungskurs bleibt der TV Unterhaugstett, der seine beeindruckende Form auch im zwölften Spiel bestätigte, wie sich aus dem Ergebnis von 5:1 und den zufriedenen Worten von TVU-Trainer Tommy Helber schließen lässt. „Insgesamt war die OFG heute ohne echte Chance. Die Sätze waren teilweise zwar sehr knapp aber man darf dabei nicht übersehen, dass wir heute sehr viele Varianten getestet haben. Das bringt immer kleine Reibungsverluste. Trotz vieler Wechsel haben wir immer relativ schnell wieder einen guten Rhythmus gefunden."

Mit nun sechs Punkten Vorsprung auf Rang Vier, hat der TV Vaihingen/Enz zwei Spiele vor Saisonende das DM-Ticket endgültig gelöst. Beim TV Waibstadt ließ man es zwar in zwei Sätzen eng werden, der Spielgewinn war aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Mit Blick auf die Heim-DM kann der TVV nun also beruhigt planen und hat noch zwei Monate um endgültig in die Form zu kommen, die man sich für eine Meisterschaft vor eigenem Publikum wünscht.

Kurios, aber wahr: Ab Rang vier beginnt im Süden bereits der Abstiegskampf. Nur zwei Punkte trennen die Offenburger FG vom ersten Abstiegsplatz, denn in Unterhaugstett blieben die Südbadener ohne Punkte. Ohne den beruflich verhinderten Stefan Konprecht blieb die OFG ohne echte Siegchancen, wie Spielführer Matthias Lilienthal nach der Partie bestätigte: "Das war wieder ein typisches Spiel für diese Saison. Wir haben über weite Strecken gut mitgespielt, aber am Ende doch verdient verloren.“

Großer Gewinner des Wochenendes ist der TV Schweinfurt-Oberndorf, denn der Aufsteiger um Nationalspieler Fabian Sagstetter, gewann die "vier-Punkte-Partie" gegen Rosenheim knapp mit 5:4 Sätzen und kletterte so gleich um zwei Plätze nach oben. Bei noch drei ausstehenden Spielen hat es der TVO nun selbst in der Hand, ob man die Klasse hält, oder ob man den Wiederabstieg in die 2. Bundesliga hinenhmen muss.

Mit einem Satzgewinn muss der TV Stammheim am Wochenende zufrieden sein. In Pfungstadt bestätigten die Nord-Stuttgarter zwar die wieder ansteigende Form, mussten sich gegen das Heimteam um den überragend aufspielenden Patrick Thomas aber geschlagen geben. "Das war dennoch eine unserer besten Saisonleistungen" zeigte sich Trainer Jogi Bork trotz der Niederlage zufrieden. Doch in der Tabelle muss Stammheim in den verbleibenden Partien dringend punkten, um die Klasse zu erhalten.

Auf einen Absteigsplatz abgerutscht, aber vier wichtige Sätze gewonnen. So könnte der MTV Rosenheim das Wochenende mit gemischten Gefühlen resümieren. Durch die Niederlage gegen den direkten Konkurrenten steht der MTV zwar wieder auf einem Abstiegsplatz, jedoch haben die Oberbayern bereits ein gutes Satzverhältnis, und können dieses im letzten Saisonspiel gegen Waibstadt weiter aufpolieren. Trotz der Momentaufnahme hat der MTV weiter mit die besten Karten, um in der Liga zu verbleiben.

In einer bitteren Situation ist weiterhin der TV Waibstadt, der "nur noch das Saisonende herbei sehnt", wie Trainer Rainer Frommknecht äußerte. Zwar kann man gegen Vaihingen/Enz und Pfungstadt als Aufsteiger durchaus auch deutlich verlieren, aber zweimal 0:5 und damit die Niederlagen Nummer 11 und 12 sind natürlich kein Balsam auf die geschundene Kraichgauer Seele.