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Unterhaugstett greift nach dem DM-Ticket.

Stuttgart (DFBL/aob) — Den fünften Sieg im sechsten Spiel hat der TV Unterhaugstett gegen den TV Stammheim gelandet und positioniert sich somit als klarer DM Kandidat. Pfungstadt beendet die Vorrunde ungeschlagen, im Abstiegskampf entwickelt sich ein Dreikampf.

14:0 Punkte, 35:6 Sätze! Blitzsauber liest sich die Bilanz des TSV Pfungstadt, der die Vorrunde als ungeschlagener Meister abschließt. Die Hessen hatten auch in den letzten Spielen gegen Waibstadt und Offenburg ebenso wenig Probleme wie in allen anderen Spielen und gewannen jeweils mit 5:1. „Wir sind absolut zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Jetzt gilt die Konzentration für drei unserer Spieler erst ein Mal der A-Nationalmannschaft“, resümierte Dieter Thomas. Das DM Ticket ist bei sechs Punkten Vorsprung schon so gut wie sicher, hält das Team von Trainer Dieter Thomas seine Form bis in den September, ist die Titelverteidigung mehr als wahrscheinlich.

Für den furiosen Start in die Saison hat der TV Unterhaugstett sich gegen Stammheim selbst belohnt. Gegen den bis dato härtesten Konkurrent setzten sich die Rubo-Negros mit 5:3 Sätzen durch und stehen mit nur einem verlorenen Spiel kurz vor Abschluss der Vorrunde. "Dass wir nach sechs Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz stehen würden, hätten wir selbst nicht gedacht - genießen wir also den Augenblick" kommt Trainer Tommy Helber kurz vor Saisonhalbzeit aufgrund der derzeitigen Form und Leistungsstärke seiner Mannschaft richtiggehend ins Schwärmen.

Die Vorrunde hat der TV Stammheim mit seinem Heimspiel gegen Unterhaugstett abgeschlossen. Der Deutsche Hallenmeister von 2010 muss nach der 3:5 Niederlage um die sechste DM-Teilnahme in Folge kräftig zittern, denn neben Vaihingen/Enz und Pfungstadt, kam mit Unterhaugstett ein weiterer sehr ernst zu nehmender Konkurrent dazu. Immerhin mit der spielerischen Leistung seines Teams zeigte sich Trainer Jogi Bork nach dem Spiel zufrieden, auch wenn der TVS mit 8:6 Punkten nach der Vorrunde keine optinale Ausgangsposition für die Rückrunde erreichen konnte.

Mit den Altlasten der ersten beiden Spiele schlägt sich der TV Vaihingen/Enz in der Tabelle weiterhin herum und steht bisher nur auf dem vierten Platz. Gegen Rosenheim landete man allerdings einen weiteren ungefährdeten 5:1 Sieg und hat bei zwei noch ausstehenden Spielen in der Vorrunde alle Chancen von einem DM-Platz aus in die Rückrunde zu starten. Wieder alles im Lot könnte man beim TVV sagen.

König der knappen Spiele ist in dieser Saison weiterhin die Offenburger FG. Gegen Schweinfurt-Oberndorf gewann man das Samstagsspiel, bereits zum dritten Mal im sechsten Spiel ging man dabei über die volle Distanz von neun Sätzen. Nichts zu holen gab es hingegen am Sonntag beim 1:5 gegen Pfungstadt wie Spielführer Matthias Lilienthal bestätigte: „Der Sieg am Samstag war enorm wichtig für uns und wir haben uns auch riesig gefreut, dass wir das Spiel noch drehen konnten. Sonntags haben wir auch eine gute Leistung gezeigt, dennoch waren die Pfungstädter heute eine Nummer zu groß für uns."
Mit 6:6 Punkten steht man einen Spieltag vor Vorrundenabschluss am Scheideweg. Landet man einen Sieg über Unterhaugstett kann man in der Rückrunde auf die DM-Qualifikation hoffen, im Falle einer Niederlage verkommt die Rückrunde einmal mehr zur Pflicht ohne echte Perspektive nach oben oder unten.

Direkt hinter Offenburg begint der Abstiegskampf, in dem momentan der TV Schweinfurt-Oberndorf die Nase vorn hat. Gegen Offenburg gab es zwar nicht den zweiten Saionsieg, aber dafür jede Menge Sätze, die am Ende auch gold wert sein könnten. Nachdem der TVO in Offenburg aber kräftig am Sieg geschnuppert hatte, konnte ein enttäuschter Trainer Joachim Sagstetter dem Ergebnis zunächst nichts positives abgewinnen: „Das hätte nicht sein müssen, wir hätten 3:0 in Führung liegen können und dann das Spiel irgendwie gewinnen müssen."

Eine bittere Vorrunde schloss der MTV Rosenheim mit einer weiteren Niederlage gegen Vaihingen/Enz ab. Erst einen Sieg aus sieben Spielen konnten Steve Schmutzler&Co erringen, die personelle Umbesetzung der Defensive geht offensichtlich nicht spurlos an den Oberbayern vorbei. Nach der Vorrunde ist der MTV ein klarer Abstiegskandidat und muss sich in der Rückrunde gewaltig steigern.

Niederlage Nummer sechs im sechsten Spiel gab es für Tabellenschlusslicht TV Waibstadt. Dennoch zeigte man sich im Lager der Kraichgauer nicht unzufrieden: "Es war eine Steigerung gegenüber den letzten Partien erkennbar. In weiten Phasen haben wir gut gegengehalten und die Spielfreude ist nach den jüngsten Rückschlägen zurück gekehrt" so Kapitän Marco Schäfer. Ohnehin hatte man gegen Pfungstadt nicht mit einem Sieg gerechnet, und die positiven Erfahrungen aus der Partie wird man im letzten Vorrundenspiel gegen Mitaufsteiger Schweinfurt-Oberndorf auch brauchen. Nur durch einen Sieg in dieser Partie kann Waibstadt den Kopf nochmals aus der Schlinge ziehen und in der Rückrunde weiter auf den Klassenerhalt hoffen.