FAUSTINA e.V. unterstützt Leistungs- und Spitzen-Faustball der weiblichen Nationalmannschaften.

Faustball ist aus historischen Gründen dem Turnen zugeordnet und wird somit als Sportart in Deutschland vom Deutschen Turnerbund (DTB) vertreten. Der DTB ist einer der größten Sportverbände Deutschlands, mit rund 5 Millionen Mitgliedern rangiert er hinter dem Deutschen Fußball Bund (rund 6 Mio) auf Rang zwei.
Der Fokus beim DTB liegt verständlicherweise auf seinen olympischen Sportarten Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik und Trampolinturnen. Leider aus Faustballer-Sicht kommt unserer Sportart daher nur die Rolle eines Stiefkindes zu, das keine besondere finanzielle und strukturelle Förderung durch den DTB erhält.
Auch in den Geschäftsstellen der Landesturnverbände liegt der Fokus auf den olympischen Sportarten, für den Faustball wird wenig bis keine Arbeitszeit verwendet.
Für die Verwaltung der Sportart existiert weiter in jedem Land ein sogenannter Landesfachausschuss (LFA), dem der jeweilige Landesfachwart (LFW) vorsitzt. Dieser wird durch ehrenamtlich tätige Faustballer besetzt, die sich neben der Arbeit in ihren Vereinen auch für den Faustball im Land einbringen. Abgesehen vom Passwesen (das in der Hand der Geschäftsstellen liegt) werden alle Aufgaben und Fragen den Faustball betreffend von diesem Landesfachausschuss geleistet. Die Verwaltung der Sportart liegt auf Länderebene also schon seit Jahren allein in Hand der Faustballer. Auf Bundesebene war ursprünglich auch ein solcher Ausschuss besetzt mit Faustballern vorgesehen, doch dieses „Technische Komitee“ (TK Faustball) war durch seine Mittelarmut und seine schwache personelle Besetzung nahezu handlungsunfähig.
Aus dieser Situation heraus nahmen die Faustballer 2004 ihre Geschicke selbst in die Hand und gründeten die Deutsche Faustball-Liga. Um dem TK, dem offiziellen Organ des DTB nicht als Konkurrent entgegenzutreten, nannte man die Förderung der Nationalmannschaften und der Bundesligen als offizielle Zielsetzung, woher auch der Name der Organisation rührt. Die Förderung des Faustballs auf allen Ebenen war jedoch von jeher das erklärte Ziel.
Zum 1. Januar 2010 unterzeichneten DFBL und DTB eine Vereinbarung, die der DFBL für die Dauer von vier Jahren auch offiziell die Aufgaben des TK zusicherte, mit dem die DFBL ohnehin schon eng zusammen gearbeitet hatte. Diese Vereinbarung kann hier eingesehen werden.
Wie in der Vereinbarung beschrieben, hat die DFBL damit jegliche Zuständigkeiten für die Sportart Faustball übernommen, was ihr alle Gestaltungsmöglichkeiten für die Sportart ermöglicht.
Was auf den ersten Blick gut erscheint, ist aber derzeit nur eine Übergangslösung. Nach wie vor, liegt die Verwaltung der Sportart allein in den Händen von ehrenamtlichen Funktionären, die neben Beruf und eigenem Verein versuchen die Zeit aufzubringen, die in allen anderen Sportarten von hauptamtlich besetzten Geschäftsstellen geleistet wird. Dass dabei viele Kompromisse eingegangen werden müssen und viele Entwicklungen deutlich langsamer vonstatten gehen als gewünscht sind die negativen Begleiterscheinungen.
Die Entwicklung der Sportart können Vereine und Faustballer in Deutschland allerdings mit Macht vorantreiben. Durch ihre Mitgliedschaft in der DFBL können die Vereine deutlich zeigen, dass sie einen Beitrag für eine positive Entwicklung der Sportart Faustball in Deutschland leisten wollen und dadurch erhöhen sie den Handlungsspielraum und den sportpolitischen Einfluss der Sportart Faustball enorm!
Die Verantwortung für unsere Zukunft haben WIR Faustballer nun selbst in die Hand genommen, und es ist an UNS ALLEN, zu zeigen, dass wir es damit ernst meinen.