Zukunft
Faustball-Förderverein Faustina

FAUSTINA e.V. unterstützt Leistungs- und Spitzen-Faustball der weiblichen Nationalmannschaften.

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... Der Freundes- und Förderkreis Faustball e.V. unterstützt den deutschen Faustball-Nachwuchs
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Welche Zuständigkeiten hat die DFBL, unter welchen Rahmenbedingungen ist sie aktiv?

Die DFBL hat derzeit keinerlei nationale Anerkennung, sie ist nur ein Gremium in der Organisation des DTB. Basierend auf dieser Tatsache, stellt sich die tägliche Arbeit der Faustballfunktionäre mehr als schwierig dar, in diesem Artikel soll lediglich und beispielhaft für zahlreiche weitere auf zwei Themen eingegangen werden. Das der Finanzen und das der Mitgliederverwaltung.

Die finanzielle Situation stellt sich genauso unbefriedigend wie wenig transparent dar. In den Ländern gehen Meldgelder der Mannschaften und Passgebühren direkt an den Turnerbund. Dieser stellt im Gegenzug seinem Landesfachausschuss Faustball (LFA) ein Budget zur Verfügung. Allerdings nicht in Form eines festen finanziellen Rahmens, über den der LFA verfügen kann. Alle Gelder sind fest an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden und werden erst bei Einreichen der entsprechenden Rechnung, bzw. bei der Maßnahme freigesetzt.
Die genauen Kosten sind dem Landesfachwart oftmals nicht bekannt, denn Bildungsmaßnahmen oder Kosten für Sitzungen werden nicht mit dem wirklichen Wert beziffert, sondern mit einer Kennzahl, deren Bedeutung dem LFA verborgen bleibt. Durch diese Handhabe besteht keinerlei Controllingmöglichkeit: Wie viel Geld wurde aus dem Etat bereits verbraucht, wie viel kann noch investiert werden, bleibt am Jahresende etwas übrig, oder bekommen wir im November die Mitteilung, dass die Mittel aufgebraucht sind?

Möchte ein LFA nun beispielsweise einen neuen Satz Trikots für seine Auswahlmannschaft kaufen, so muss er zu Jahresbeginn diesen Wunsch beim Landesturnverband (LTV) einreichen. Wird dieser Antrag nicht bewilligt, hat der LFA keinerlei Möglichkeit an anderer Stelle Geld einzusparen um diese Anschaffung zu tätigen, denn diese Gelder werden erst für ihren Verwendungszweck zur Verfügung gestellt.
Die Faustballführung in den meisten Ländern kann also nicht einmal selbst über die Verwendung seiner Gelder entscheiden, sondern ist hierbei von der Willkür des LTV abhängig.

Auch auf Bundesebene ist die finanzielle Situation erschreckend schlecht. Öffentliche Förderungen des Bundes gehen generell nur an die Sportverbände, die im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) Mitglied sind. Faustball kann dieses nicht vorweisen, denn man ist ja nur über den DTB Mitglied, und dieser erhält seine Förderungen aus dem Topf der olympischen Sportarten, wovon beim Faustball natürlich nichts ankommt.
Mit den Geldern, die der DTB für die Sportart Faustball pro Jahr bereit stellt (rund 26.000€) kann natürlich der Spielbetrieb mit Nationalmannschaften etc. keineswegs geleistet werden. Alleine die Frauen-Weltmeisterschaft 2010 in Chile schlug (Kosten für Ausrüstung und Lehrgänge nicht berücksichtigt) schon mit Kosten von rund 25.000€ zu Buche.
Nur aufgrund eigenes generierter Gelder der DFBL (Mitgliedsgebühren, Meldegelder der DMs, Sponsoringseinnahmen) kann sich der Faustball über Wasser halten.

Das Thema Mitgliederzahlen ist den meisten Faustballern ein Begriff, denn seit Jahren spricht man offen über deren Rückläufigkeit im Faustball. Diese scheint auch eine Tatsache zu sein, die DFBL geht nach intensiver Recherche davon aus, dass man in den Jahren 1995-2004 einen Rückgang von 41.000 auf 25.000 Faustballer hatte. Seit der Gründung der DFBL konnte dieser Abwärtstrend gestoppt werden, heute geht man von rund 28.000 Faustballern in Deutschland aus.

Wirklich erschreckend an dieser Thematik ist allerdings nicht nur die Entwicklung der Zahlen in den letzten 15 Jahren, sondern die Tatsache, dass alle diese Zahlen nur ungefähre Schätzungen sind. So unglaublich es auch klingen mag, aber der Turnerbund ist nicht in der Lage die Anzahl der Faustballer zu erfassen. Lediglich aus Schätzungen über die aktuelle Passzahl in den Ländern kann ein Näherungswert erreicht werden. Aufgrund der Laufzeit eines Passes über vier Jahre, ist allerdings leicht zu verstehen, dass diese Zahlen nicht zu genau genommen werden dürfen. Dass im Gegenzug dazu alle Faustballer fehlen, die derzeit keinen Spielerpass haben, macht die so gewonnenen Zahlen noch ungenauer.

Wie viele Faustballer gibt es in Deutschland?
Wie viele davon aktiv mit Spielerpass und wie viele als passive Mitglieder?
Wie ist die Altersstruktur der Sportart?
Wie viele Kinder gibt es, wie viele Jugendliche, Erwachsene und Senioren?
Wie viele männliche und weibliche Faustballer gibt es und in welchen Altersschichten?

Auf alle diese Fragen gibt es derzeit keine Antwort. Wenn es aber an den einfachsten und grundlegendsten statistischen Werten fehlt, wie soll man dann eine Sportart verwalten, Entwicklungen und Tendenzen abzulesen und auf diese adäquat zu reagieren?

Auch aus diesem Grund ist die Mitgliedschaft aller Vereine in der DFBL so wichtig. Die DFBL hat bereits eine eigene Mitgliederverwaltung etabliert und kann damit endlich die wichtigen Daten erfassen und liefern. Natürlich sind jedoch nur die der Vereine und Faustballer erfasst, die Mitglied in der DFBL sind.

Diese Vereine helfen aktiv mit, den Faustball endlich auf die Beine einer anständigen Verwaltung zu stellen. Stand 1. Februar 2011 sprechen wir dabei übrigens erst von rund einem Drittel der deutschen Vereine.